Uelzen. Die vier Motorflugzeuge des Flugsportvereins Cumulus Uelzen e.V. waren in der Saison 2018 insgesamt 831 Stunden in der Luft. „Dank des tollen Flugwetters wurde so viel geflogen wie nie zuvor“, resümierte Motorflugreferent Hartmut Stehr bei der jährlichen Mitgliederversammlung, die kürzlich auf dem Flugplatz Uelzen stattfand. Die Segelflieger kamen mit 643 Flugstunden und 1601 Starts ebenfalls voll auf ihre Kosten. Zur stolzen Bilanz trugen laut Segelflugreferent Oliver Maas außer den Wetterbedingungen das Sommerlager in Wittstock sowie ein erstmals angebotener Segelkunstflug-Lehrgang bei.

Dass der Verein sich weiterhin stark für den Nachwuchs engagiert, belegen die von Ausbildungsleiter Carsten Brandt präsentierten Zahlen: Danach brachten es die ehrenamtlich tätigen Cumulus-Fluglehrer, unter ihnen eine Fluglehrerin, auf insgesamt 630 Schulungsstunden. 2018 erlangten drei Vereinsmitglieder die Privatpilotenlizenz für Motorflugzeuge, je zwei Segelflieger bestanden die Pilotenprüfung und erwarben die Kunstflugberechtigung.

Kassenwart Stefan Justke freute sich über ein positives Vereinsergebnis, nachdem das Jahr 2017 mit einem Minus abgeschlossen hatte. Dennoch beschloss die Mitgliederversammlung nach intensiver Diskussion mehrheitlich eine Anpassung der Beiträge. „Cumulus ist wirtschaftlich gesund und wir wollen, dass das so bleibt“, hatte Andreas Scheerer den Antrag des Vorstandes zuvor begründet.

Der 1. Vorsitzende dankte in seinem Bericht unter anderem für den Einsatz der Vereinskameraden in insgesamt rund 6000 Baustunden, das vertrauensvolle Verhältnis zu den Bürgern der Ortschaft Barnsen und den Bau einer neuen Tankstelle. Zugleich richtete Scheerer den Blick in die Zukunft: Vom 13.-16. Juni werde in Faßberg an die Blockade Berlins vor 70 Jahren erinnert, das Motto laute: „70 Jahre Luftbrücke“. Zu dem Anlass würden an die 40 sogenannte „Rosinenbomber“ auf dem Militär-Flugplatz erwartet. Uelzen könnte Gästen als Satelliten-Flugplatz dienen, der FSV Cumulus beispielsweise einen Shuttle-Service nach Faßberg anbieten.

Mit rund 100 aktiven Piloten und 100 fördernden Mitgliedern hat der Flugsportverein seit Jahren einen stabilen Bestand. Allerdings hat der Anteil der Segelflieger trotz intensiver Jugendarbeit abgenommen, liegt derzeit bei 25 Aktiven. Ein Grund: Viele Jugendliche verlassen den Landkreis nach ihrer Schulzeit. Der Verein will nun verstärkt für den Segelflug werben und auch die mittlere Generation für den Luftsport begeistern. Schließlich standen Wahlen auf der Tagesordnung: Kassenwart Stefan Justke und Schriftführer Hartmut Merten wurden für drei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

 

 „Abgeräumt“: Oliver Maas wurde bei der Mitgliederversammlung auf dem Flugplatz gleich vierfach geehrt. So erflog der Segelflugreferent allein in einem Flugzeug der Clubklasse 6783 Kilometer, erhielt für vier Landungen auf dem Acker allerdings auch den sogenannten Außenlande-Pokal. (Foto Merten)