Mein erster Auslandsflug - nach ÆRØ

Anfang August, bei schönem Sommerwetter, bin ich mit meiner Frau Barbara und der Aquila A210 nach Ærø geflogen. Die Flugvorbereitungen waren schon etwas aufwendiger. Dänemark verlangt einen Flugplan, es sei denn man fliegt von grenznahen Flugplätzen wie Flensburg oder Rendsburg ab. So begann ich mit meinem Handy am Vortag einen Flugplan auf der Seite der DFS zu erstellen. Eine Minute später bekam ich dann einen Anruf von der AIS aus Frankfurt. Die Eintragung „Y“ für das 8,33 Megahertz Funkgerät in Feld 10 fehlte. So bekam ich gleich die Telefonnummer des AIS und habe diese abgespeichert. Den genehmigten Flugplan und NOTAM bekam ich dann als E-Mail auf mein Handy.

Am nächsten Morgen starteten wir bei schönstem Wetter in Uelzen. FIS Bremen hat für uns den Flugplan eröffnet. Der Luftraum Hamburg war sehr voll. Wir wurden über Sierra 1 und Sierra 2 nach Whisky 2 dirigiert. Da Startbahn 33 mit viel Verkehr in Betrieb war, bekamen wir dann Anweisung den Kurs 330 zu fliegen. Als wir nach längerem Flug das Zentrum Hamburgs verlassen hatten, bekamen wir Order, die Kontrollzone über November 1 zu verlassen. Wir hatten einen schönen Flug über die Kieler Förde an der Küste entlang. EDR 11 und 12 waren freigegeben. An der dänischen Grenze meldeten wir uns bei FIS Kopenhagen an. 5 Minuten vor der Landung in Ærø wurde von dort der Flugplan für uns geschlossen.

Am Flugplatz wurden wir sehr herzlich und freundlich empfangen. Unser kleines Zelt fand dort seinen Platz. Dusche und WC waren geöffnet. Ærø ist eine sehenswerte Insel. Mit dem Fahrrad des Flugplatzes machte es viel Spaß, zwischen frisch gemähten und duftenden Getreidefeldern und dem Meer entlang zu radeln. Die Stadt Ærøskøbing bot uns viele schöne Fotomotive. Die Stadt ist voller bunter, sehr hübsch hergerichteter Häuser. Im Hafen gab es leckeren Räucherfisch zu essen. Am Strand standen viele bunte Badehäuser. Im Sand liegen und Baden war bei dem heißen Wetter grandios.

Beim Abflug stellte sich heraus, dass auch für den Rückflug nach Deutschland ein Flugplan erforderlich ist, so man nicht grenznah landet. So war ich froh, dass ich diesen mit dem Smartphone bei AIS Frankfurt aufgeben konnte. Auf dem Rückflug war FIS Bremen derart überlastet, dass ich die EDR nicht rechtzeitig abfragen konnte und drumherum fliegen musste. Auf der Frequenz Hamburg lief eine automatische Ansage, dass kein Einfug in den Luftraum möglich sei. Nach Landung in Uelzen musste ich meinen Flugplan selbst telefonisch abmelden, FIS war überlastet.

Wir haben zwei wunderschöne Tage verbracht und werden bestimmt noch einmal dorthin fliegen.

Martin